Wie häufig kommen Allergien nach der Gabe von Ibuprofen (Nurofen®) vor?
In seltenen Fällen, d.h. 1:10.000 bis 1:1.000 Anwendungen, wurde von Hautausschlägen oder anderen allergischen Reaktionen berichtet. Die Gabe von Nurofen® sollte bei entsprechend prädisponierten Kindern (und Erwachsenen) mit Allergien/Asthma nur unter entsprechender Abwägung und unter regelmäßiger Kontrolle des Arztes erfolgen.
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Altersbegrenzung: warum erst ab 3 Monaten?
Nurofen® Junior Fiebersaft und Nurofen Junior Zäpfchen 60 mg sind für Kinder ab 3 Monaten zugelassen, da wir über keine entsprechenden Daten bei einer Anwendung bei jüngeren Kindern verfügen.
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Können Dauerkrämpfe und damit eventuell ein appallisches Syndrom
(Wachkoma) durch die Gabe von
Ibuprofen ausgelöst werden?
Diese Frage stellt ein TV-Beitrag auf RTL vom 8.10.2004 über drei Kinder, die unter hochfieberhaften Infektionen (z.B. grippaler Infekt) litten, bevor sie nach Dauerkrämpfen ins Wachkoma fielen.
Hohes Fieber kann in einigen Fällen zu Fieberkrämpfen, in seltenen Fällen sogar zu generalisierten, persistierenden epileptischen Anfällen (Dauerkrämpfe) mit Atemstillstand und damit in der Folge möglicherweise zu einem apallischen Syndrom führen. Nach Meinung führender Experten der Kinderheilkunde ist daher eine rechtzeitige Gabe eines fiebersenkenden Präparats unbedingt wichtig. Wird darauf verzichtet, erhöht sich das Risiko, dass Kinder möglicherweise folgenschwere Fieberkrämpfe erleiden. Eltern sollte daher empfohlen werden, ihren Kindern in Absprache mit ihrem Kinderarzt ein geeignetes Mittel zu geben.
Ein Zusammenhang mit Nebenwirkungen wie massiven epileptischen Krämpfen und apallischem Syndrom mit der Gabe von Ibuprofen bei Kindern ist nicht bekannt.
Eine Recherche in firmeninternen Arzneimittelsicherheitsdatenbanken sowie in der internationalen medizinischen Fachliteratur bestätigten dieses Ergebnis. Ibuprofen gehört zu den am häufigsten verordneten Fieber- und Schmerzmitteln für Kinder. Der Wirkstoff wird seit über 40 Jahren in der Therapie eingesetzt. Die Substanz ist sehr gut untersucht und als sicherer Wirkstoff bekannt. Bei der hohen Anzahl behandelter Kinder (über 100 Millionen weltweit) sind bisher keine Fälle von Dauerkrämpfen oder apallischem Syndrom mit Ibuprofen in Verbindung gebracht worden.
Die hohe Arzneimittelsicherheit und das geringe Nebenwirkungsspektrum von Ibuprofen in der Medikation bei Kindern ist vielfach nachgewiesen worden. Ein Forschungsteam der Boston University, USA z.B. hat in einer Studie den Einsatz von Ibuprofen bei über 84.000 Kindern überprüft (Boston University Fever Study, Lesko et al.). Dabei trat kein Fall von apallischem Syndrom oder Dauerkrämpfen auf. Weitere aktuelle Untersuchungen aus 2004, z.B. von Perrott et al. oder Goldmann et al. kamen zum gleichen Ergebnis.
Im Rahmen der 100. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin am 10. September 2004 in Berlin bestätigten führende Experten der Kinderheilkunde u.a. die Verträglichkeit und Sicherheit von Ibuprofen im Einsatz bei Kindern erneut.
Reckitt Benckiser Deutschland GmbH bestätigt aufgrund aller vorliegenden Informationen, dass kein Zusammenhang zwischen den beobachteten Reaktionen und dem Wirkstoff Ibuprofen besteht.
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Kann Nurofen® auch bei Kindern mit Asthma gegeben
werden?
Das ist nur unter regelmäßiger Kontrolle des Arztes zu empfehlen. Wenn nach Einnahme der ersten beiden Dosierungen kein Asthmaanfall beobachtet wurde, ist das Auftreten eines Asthmaanfalls unter der Anwendung von Nurofen® Junior Fiebersaft und Nurofen® Junior Fiebersaft unwahrscheinlich.
Das Auftreten eines Asthmaanfalls bei Kindern, die bisher nicht unter Asthma litten, wird in der Literatur als sehr selten beschrieben. Der Grund liegt hier in einer Hemmung der Cyclooxygenase, wodurch aus der vermehrt anfallenden Arachidonsäure mehr Leukotriene gebildet werden können, die möglicherweise einen Asthmaanfall auslösen.
Dagegen kann Nurofen® bei Kindern mit obstruktiver Bronchitis verwendet werden.
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Wie häufig kommt es zu Blutbildveränderungen (Agranulozytose) nach der Einnahme von Ibuprofen (Nurofen®)?
Blutbildungsstörungen bzw. Agranulozytosen gehört zu den Nebenwirkungen, die sehr selten in Zusammenhang mit Ibuprofen bei den zuständigen Behörden gemeldet werden. Seitdem Ibuprofen 1969 in Großbritannien zugelassen wurde, gab es dort erst vier Meldungen zu Knochenmarksdepression, acht zu Leukopenien und 91 zu Thrombopenien. Für das vergleichbare Produkt von Nurofen® in Großbritannien gab es nur eine Meldung bezüglich einer Thrombopenie. Thrombopenien werden in vielen Ländern als Nebenwirkung von NSAIDs sowohl für Erwachsene als auch für Kinder aufgeführt. Nur einige Länder verlangen dagegen das Aufführen von Blutbildungsstörungen im allgemeinen in den entsprechenden Gebrauchs- und Fachinformationen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Inzidenz von Knochenmarksdepression und Leukopenie sehr niedrig ist, insbesondere wenn man bedenkt, wie häufig Ibuprofen in der Therapie eingesetzt wird. Über das Auftreten von Thrombopenien wird etwas öfter berichtet, aber es ist ebenfalls sehr selten. Aus dem vorliegenden Datenmaterial können aufgrund der sehr geringen Fallzahlen keine zuverlässigen Rückschlüsse auf die Inzidenz dieser Nebenwirkungen bei Kindern gezogen werden.
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Wie hoch ist die Gefahr von Blutungen im Gastrointestinaltrakt bei einer Einnahme von Ibuprofen (Nurofen®) bei Kindern?
Das Risiko von Blutungen und anderen schweren Nebenwirkungen im Gastroinstestinaltrakt bei einer Ibuprofeneinnahme ist als sehr gering einzustufen und ist mit dem von Paracetamol vergleichbar.
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Domiphenbromid
Domiphenbromid ist als Konservierungsmittel in Nurofen® Junior Fiebersaft und Nurofen® Junior Fiebersaft enthalten. Es ist ausgezeichnet verträglich, entsprechende Kontraindikationen wie sie für Konservierungsmittel der Benzoatklasse bekannt sind, gelten für Domiphenbromid nicht. Das in der Verbindung enthaltene Bromid hat in einer so geringen Dosierung keine uns bekannte pharmakologische Wirkung.
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Einnahme: Wann sollte Nurofen® eingenommen werden?
Die Wirksamkeit von Ibuprofen ist fast unabhängig von der Nahrungsaufnahme. Bei besonders empfindlichen Patienten wird die Gabe kurz nach einer Mahlzeit empfohlen.
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Ist Nurofen® auch für Kinder geeignet, die unter Fieberkrämpfen leiden?
Ja. Nurofen® ist sehr gut wirksam gegen Fieber und Schmerzen und dabei gut verträglich.
Es wird empfohlen, Nurofen® sehr früh zu verabreichen, da durch den schnellen Wirkungseintritt evtl. das Auftreten eines Fieberkrampfes verhindert werden kann.
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Kann Nurofen® auch bei Kindern mit einem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel angewendet werden?
Nurofen® Junior Fiebersaft und Nurofen® Junior Fiebersaft können bei Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel eingesetzt werden, da die Metabolisierung des darin enthaltenen Wirkstoffs Ibuprofen in der Leber kaum (bei sehr kleinen Kindern unter 6 Monaten) oder nicht über Glutathion erfolgt. Weiteres s. „Wie wird Ibuprofen metabolisiert?“
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Haltbarkeit nach Anbruch?
Noch 6 Monate
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Ist Ibuprofen (Nurofen®) auch wirksam bei Juveniler rheumatoider Arthritis?
Der Einsatz von Ibuprofen bei juveniler rheumatoider Arthritis (JRA) oder anderen schmerzhaften und entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates erfolgt in einem Dosisbereich von 20 bis 40 mg/kg Körpergewicht am Tag. Dosiert wird in 3 bis 4 Einzelgaben über den Tag verteilt. Einen Vergleich der Wirksamkeit bei JRA zwischen Ibuprofen und Acetylsalicylsäure (ASS) wurde von Giannini et al. (Giannini, Brewer et al. 1990) untersucht.
Bitte beachten Sie, dass die Präparate von Nurofen® in Deutschland nur zur Behandlung von Fieber und leichten bis mittelstarken Schmerzen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen ist. Ein Einsatz zur Behandlung der rheumatischen Beschwerden liegt daher rechtlich in der Verantwortung des behandelnden Arztes.
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Wie wird Ibuprofen Nurofen® metabolisiert?
Der Wirkstoff von Nurofen® Ibuprofen wird zum größten Teil in der Leber metabolisiert. Die Verstoffwechselung von Ibuprofen erfolgt über Cytochrom P450 2C9, die beiden Hauptmetaboliten 2-Hydroxyibuprofen und 2-Carboxylibuprofen haben dabei keine eigene pharmakologische Wirkung. Aus der Literatur liegen uns keine Hinweise vor, dass Ibuprofen bei Kindern mit einer normalen Leberfunktion Nebenwirkungen in diesem Bereich erzeugt. Bei Kindern mit einer eingeschränkten Leberfunktion ist Nurofen® aufgrund der verzögerten Metabolisierung von Ibuprofen und der damit verbundenen Wirkstoffanreicherung im Organismus nur bei einer entsprechenden Nutzen-/Risiko-Abwägung einzusetzen.
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Natriumlaurylsulfat (SDS, Natriumdoceylsulfat)
Nein, Natriumdodecylsulfat (Natriumlaurylsulfat) stellt unter medizinischen Gesichtspunkten keine Gefährdung bei der Einnahme von Nurofen® 200 mg Brausegranulat dar.
Natriumdodecylsulfat (auch unter dem Namen Natriumlaurylsulfat oder SLS bekannt) ist als Benetzungsmittel bzw. Emulgator in Nurofen® 200 mg Brausegranulat in einer Menge von 0,97 mg pro Dosierbeutel enthalten. Die Substanz kann in erhöhten Konzentrationen und bei Langzeitanwendung bei lokaler Applikation Hautirritationen auslösen und wird für solche Zwecke z. B. in klinischen Studien eingesetzt. SLS wird als Emulgator in zahlreichen Reinigungs- und Pflegezubereitungen verwendet und befindet sich häufig als Hilfsstoff in Zahnpasten.
Umfangreiche epidemiologische Studien haben gezeigt, dass bei einer normalen Anwendung kein erhöhtes gesundheitliches Risiko für die Verwender besteht (CIR expert panel, USA). Die Substanz wird ebenfalls auf der GRAS-Liste („generally recognised as safe“) und im „FDA Inactive Ingredients Guide oral capsules and tablets and topical preparations“ geführt. Ebenso enthalten zahlreiche Pharmakopöen (u. a. Ph. Eur., BP und DAB) Monographien der Substanz.
In Großbritannien wird eine orale Aufnahme von bis zu 1,6 g am Tag für unbedenklich gehalten. Bei einer maximalen Dosierung von Nurofen® 200 mg Brausegranulat mit 6 Dosierbeuteln am Tag würden 0,00582 g SLS vom Patienten aufgenommen.
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Wie gut ist die Nierenverträglichkeit von Ibuprofen (Nurofen®) im Vergleich zu Paracetamol?
Der Wirkstoff von Nurofen® Ibuprofen wird zum größten Teil in der Leber metabolisiert. Keiner der dabei entstehenden Metaboliten zeigt eine eigene pharmakologische Aktivität. Aus der Literatur liegen uns keine eindeutigen Hinweise vor, dass Ibuprofen bei Kindern mit einer normalen Nierenfunktion schwerwiegende Nebenwirkungen im renalen Bereich erzeugt und damit z.B. einen Einfluss auf den Elektrolythaushalt hat.
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Kann es zu Interaktionen bei gleichzeitiger Anwendung von Paracetamol kommen?
Ibuprofen (Nurofen®) wird zum größten Teil in der Leber metabolisiert. Die Verstoffwechselung erfolgt über Cytochrom P 450 2C9, die beiden entstehenden Hauptmetaboliten haben aber keinerlei pharmakologische Wirkung.
Paracetamol wird mit Hilfe von Glutathion metabolisiert, das in der Leber nur in begrenztem Maße zur Verfügung steht. Bei einer Überdosierung können daher andere schwefelhaltige Verbindungen in der Leber angegriffen werden, was im schlimmsten Falle zu einem Leberversagen führen kann.
Über eindeutige Wechselwirkungen auf zellulärer sowie metabolischer Ebene liegen uns jedoch keine Hinweise vor.
Allerdings ist eine erhöhte NW-Rate im Magen-Darm-Bereich wahrscheinlich.
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Reye-Syndrom wie bei Aspirin?
Nein, es sind keine Fälle bekannt, bei denen nach der Anwendung von Ibuprofen, dem Wirkstoff von Nurofen®, das Auftreten des Reye-Syndrom beobachtet wurde. Das Reye-Syndrom wird hauptsächlich mit viralen Infektionen und gleichzeitigen Einsatz von Acetylsalicylsäure (ASS) bei Kindern unter 14 Jahren in Verbindung gebracht.
In der Medline, der weltweit umfangreichsten medizinischen Literatursammlung gibt es ebenfalls keinen Eintrag, der den Wirkstoff Ibuprofen mit dem Reye-Syndrom in Verbindung bringt.
Der Wirkmechanismus des beiden Arzneistoffe Ibuprofen und ASS ist im Grundsatz ähnlich. Beide hemmen das Enzym Cyclooxygenase, das bei der Synthese der Prostaglandine eine wichtige Rolle spielt. Ibuprofen und ASS hemmen sowohl auf zentraler als auch auf peripherer Ebene die Prostaglandinsynthese und sorgt damit auch dort für eine stärkere Reduktion dieser entzündungsvermittelnden Botenstoffe (insbesondere Prostaglandin E2). Entzündungsprozesse im Organismus werden lokal gehemmt.
Acetylsalicylsäure (ASS) weist jedoch im Vergleich zu Ibuprofen eine höhere Inzidenz an Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich auf. Dies lässt sich durch die unterschiedliche Affinität von Acetylsalicylsäure (ASS) und Ibuprofen zu dem Enzym Cyclooxygenase (COX) und dessen Isoformen COX-1 und COX-2 erklären. Ibuprofen zeigt eine höhere COX-2-Affinität als ASS und erzeugt daher auch weniger Nebenwirkungen u. a. im Magen-Darm-Bereich.
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Kann man Ibuprofen (Nurofen®) auch in der Schwangerschaft anwenden?
Ibuprofen sollte während den ersten beiden Trimestern einer Schwangerschaft nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung verordnet werden. Im letzten Trimenon ist eine Anwendung von Ibuprofen kontraindiziert.
Als Cyclooxygenasehemmer verringert Ibuprofen die Synthese von Prostaglandinen, die u. a. als Entzündungsmediatoren oder zahlreichen anderen Funktionen im Organismus physiologisch vorkommen. Daneben nehmen Prostaglandine aber auch eine wichtige Rolle bei Regulation einer Schwangerschaft ein. So kann es bei einer Anwendung von Ibuprofen zu eine frühzeitigen Wehenauslösung kommen oder auch der Ductus botalli des Fötus vorzeitig verschlossen werden. Eine teratogene Wirkung hat Ibuprofen jedoch nicht.
Diese Hinweise gelten nicht nur für den Wirkstoff Ibuprofen, sondern prinzipiell für alle Cyclooxygenasehemmstoffe wie Acetylsalicylsäure (ASS), Diclofenac oder andere NSARs / NSAIDs (nichtsteroidale Antirheumatika / Antiphlogistika).
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Ist die Anwendung von Ibuprofen (Nurofen®) während der Stillzeit möglich?
Ibuprofen, der Wirkstoff von Nurofen® geht in sehr geringen Mengen in die Muttermilch über. Der Anteil der von der Mutter eingenommenen Dosis, die der Säugling über die Muttermilch einnimmt, wurde mit etwa 0,0008 % berechnet (Davies 1998). Bei einer kurzfristigen Anwendung wie es für die Behandlung von Fieber und Schmerzen meist nötig ist, ist ein Abstillen in der Regel nicht erforderlich. Weitere Hinweise finden Sie hierzu ebenfalls in der beigelegten Fachinformation.
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Nurofen® bei Tieren?
Bei Katzen ist die Anwendung prinzipiell möglich, allerdings können wir aus verschiedenen gesetzlichen Gründen keine Dosierungsempfehlung geben. Bei Hunden allerdings ist die Anwendung problematisch, da Hunde Ibuprofen nicht verstoffwechseln können, wodurch Ibuprofen toxisch wird.
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Wie groß ist der Einfluss auf die Thrombozytenaggregation im Vergleich zu ASS?
Ibuprofen (Nurofen®) hemmt im Gegensatz zu Acetylsalicylsäure (ASS) das Enzym Cyclooxygenase nur reversibel. Der Einfluss auf die Blutgerinnung ist daher auch wesentlich schwächer und nur von kurzer Dauer.
Bitte beachten Sie den Hinweis in der Fachinformation, dass Ibuprofen nach größeren chirurgischen Eingriffen unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung eingesetzt werden sollte. Vor einem solchen Eingriff sollte die letzte Gabe von Ibuprofen 6 bis 8 Stunden vorher erfolgen.
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Wie gut ist die Verträglichkeit von Ibuprofen (Nurofen®) im Magen-Darm-Bereich in Vergleich mit Paracetamol?
In einer groß angelegten Studie konnte gezeigt werden, dass Ibuprofen im Vergleich eine bessere antipyretische und analgetische Wirkung bei mindestens gleich guter Verträglichkeit auch im Magen-Darm-Bereich zeigt.
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Können Dauerkrämpfe und damit eventuell ein appallisches Syndrom (Wachkoma) durch die Gabe von Ibuprofen ausgelöst werden?
Diese Frage stellt ein TV-Beitrag auf RTL vom 8.10.2004 über drei Kinder, die unter hochfieberhaften Infektionen (z.B. grippaler Infekt) litten, bevor sie nach Dauerkrämpfen ins Wachkoma fielen.
Hohes Fieber kann in einigen Fällen zu Fieberkrämpfen, in seltenen Fällen sogar zu generalisierten, persistierenden epileptischen Anfällen (Dauerkrämpfe) mit Atemstillstand und damit in der Folge möglicherweise zu einem apallischen Syndrom führen. Nach Meinung führender Experten der Kinderheilkunde ist daher eine rechtzeitige Gabe eines fiebersenkenden Präparats unbedingt wichtig. Wird darauf verzichtet, erhöht sich das Risiko, dass Kinder möglicherweise folgenschwere Fieberkrämpfe erleiden. Eltern sollte daher empfohlen werden, ihren Kindern in Absprache mit ihrem Kinderarzt ein geeignetes Mittel zu geben.
Ein Zusammenhang mit Nebenwirkungen wie massiven epileptischen Krämpfen und apallischem Syndrom mit der Gabe von Ibuprofen bei Kindern ist nicht bekannt.
Eine Recherche in firmeninternen Arzneimittelsicherheitsdatenbanken sowie in der internationalen medizinischen Fachliteratur bestätigten dieses Ergebnis. Ibuprofen gehört zu den am häufigsten verordneten Fieber- und Schmerzmitteln für Kinder. Der Wirkstoff wird seit über 40 Jahren in der Therapie eingesetzt. Die Substanz ist sehr gut untersucht und als sicherer Wirkstoff bekannt. Bei der hohen Anzahl behandelter Kinder (über 100 Millionen weltweit) sind bisher keine Fälle von Dauerkrämpfen oder apallischem Syndrom mit Ibuprofen in Verbindung gebracht worden.
Die hohe Arzneimittelsicherheit und das geringe Nebenwirkungsspektrum von Ibuprofen in der Medikation bei Kindern ist vielfach nachgewiesen worden. Ein Forschungsteam der Boston University, USA z.B. hat in einer Studie den Einsatz von Ibuprofen bei über 84.000 Kindern überprüft (Boston University Fever Study, Lesko et al.). Dabei trat kein Fall von apallischem Syndrom oder Dauerkrämpfen auf. Weitere aktuelle Untersuchungen aus 2004, z.B. von Perrott et al. oder Goldmann et al. kamen zum gleichen Ergebnis.
Im Rahmen der 100. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin am 10. September 2004 in Berlin bestätigten führende Experten der Kinderheilkunde u.a. die Verträglichkeit und Sicherheit von Ibuprofen im Einsatz bei Kindern erneut.
Reckitt Benckiser Deutschland GmbH bestätigt aufgrund aller vorliegenden Informationen, dass kein Zusammenhang zwischen den beobachteten Reaktionen und dem Wirkstoff Ibuprofen besteht.
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Wirksamkeit von Ibuprofen (Nurofen®) vs. Paracetamol
In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass der Wirkstoff von Nurofen® Ibuprofen im Vergleich zu Paracetamol eine stärkere antipyretische und auch analgetische Wirkung hat . Diese zeigt sich insbesondere bei Kindern mit hohem Fieber (> 39,5°C). Zudem wirkt Paracetamol nicht antiphlogistisch.
Bei der Behandlung von Schmerzen (z. B. Migräne, auch bei Kindern) ist Ibuprofen Paracetamol in vielen Bereichen überlegen.
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Was kann man allgemein zu Zäpfchen sagen?
Suppositorien oder Zäpfchen bestehen im Normalfall aus einer Grundmasse, in der ein Wirkstoff gelöst oder suspendiert, d. h. als Feststoff verteilt ist. Diese Grundmasse besteht üblicherweise aus Hartfett / Wachs (Witepsol), die bei einer definierten Temperatur (ab ca. 34°C) schmilzt. Je enger die Temperatur des Schmelzpunktes der Grundmasse an der Körpertemperatur liegt, desto besser.
Bevor ein Wirkstoff daher im Rektum aufgenommen werden kann, muß er erst aus dem Zäpfchen freigesetzt werden. Dies geschieht durch Schmelzen oder Lösen der Zäpfchengrundmasse. Erst dann kann die Aufnahme in den Körper erfolgen. Dies kann zu einem verzögerten Wirkungseintritt führen, auch in Abhängigkeit von der verwendeten Grundmasse bzw. dem Wirkstoff.
Je nach Aufbereitung muss sich in einem zweiten Schritt der Wirkstoff lösen - ein unabdingbarer Schritt bevor er durch die Darmschleimhaut aufgenommen werden kann. Dazu steht im Rektum nur relativ wenig Flüssigkeit zur Verfügung (ca. 10 ml). Zusätzlich verfügt das Rektum nur über 0,01% der gesamten Aufnahmefläche des Magen-Darmtraktes zur Verfügung.
Die meisten rektal applizierten Arzneistoffe haben daher ein relativ unzuverlässige Pharmakokinetik, d. h. der Wirkungseintritt und die Wirkdauer sind im Normalfall langsamer als nach oraler Gabe, die Wirkdauer etwas verkürzt, da nicht entsprechend hohe Plasmaspiegel erreicht werden.
Zu beachten ist, dass dies nicht für alle Wirkstoffe gilt: Diazepam als Rektalophtiole gegen z. B. Fieberkrämpfe verabreicht wirkt sehr schnell krampflösend und beruhigend.
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Wie ist die Indikation von Nurofen® Junior Zäpfchen?
Leichte bis mäßig starke Schmerzen wie Schmerzen beim Zahnen und Zahnschmerzen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Halsschmerzen, post-operativen Schmerzen, Weichteilverletzungen und Fieber, einschließlich Fieberanfall nach Immunisierung sowie Schmerzen und Fieber bei Erkältung und Grippe.
Die Indikation entspricht also der Nurofen® Junior Fiebersaft, Nurofen® Brausegranulat oder anderer Ibuprofen-Präparate
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Welche Vorteile hat eine rektale Applikation?
- eine Anwendung ist auch bei Übelkeit und Erbrechen möglich (z. B. bei Migräne)
- ein schlafendes Kind muss zur Anwendung in der Regel nicht geweckt werden
- spezielle Zäpfchenformen ermöglichen einen sehr schnellen Wirkeintritt (z. B. Rektalophtiolen mit Diazepam bei Fieberkrampf) bei bestimmten Wirkstoffen wird der first-pass effect der Leber umgangen (Pfort-aderkreislauf) einige Wirkstoffe (sehr wenige!) werden rektal besser resorbiert, die meisten Substanzen haben bei einer rektalen Anwendung eine deutlich schlechtere Bioverfügbarkeit als bei einer oralen Applikation
Wie wird Ibuprofen rektal aufgenommen?
Nurofen® Junior Zäpfchen mit dem Wirkstoff Ibuprofen wird nach rektaler Gabe rasch und fast vollständig resorbiert, die Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 90%. Der Wirkungseintritt ist mit dem nach oraler Gabe vergleichbar, d. h. mit einem Wirkungseintritt ist innerhalb von 30 Minuten zu rechnen.
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Gibt es einen Unterschied zwischen oraler und rektaler Gabe was die Wirksamkeit und Verträglichkeit betrifft?
Nein, aus den uns vorliegenden Daten geht hervor, dass Nurofen® Junior Zäpfchen und Nurofen® Junior Fiebersaft gleich gut gegen Fieber und Schmerzen wirken und auch gleich gut verträglich sind.
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Wie ist die Zusammensetzung von Nurofen® Junior Zäpfchen?
Nurofen® Junior Zäpfchen bestehen aus Hartfett und 125 mg Ibuprofen.
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