Nurofen for childrenSpecially developed for babies and children

Chronologie/Historie


Chronologie

Allgemein Historisches

Fieber- und Schmerzmittel waren die ersten synthetischen Medikamente, mit denen sich Forscher auf der Suche nach Ersatz für das teure Chinin in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts intensiv befassten.

1884 wurde Phenazon - zu diesem Zeitpunkt noch als Antipyrin bezeichnet - in Erlangen synthetisiert und wenig später als Antipyretikum in die Arzneimitteltherapie eingeführt. Phenazon und seine Derivate Propyphenzon und Metamizol werden bis heute als Analgetika verwendet.

1887 gelang es aus einem Abfallprodukt der Farbenproduktion, dem Para-Nitrophenol, einen neuen Stoff zu gewinnen, das Phenacetin. Es stellte sich heraus, dass die Substanz gute analgetische und antipyretische Eigenschaften hatte.

Phenacetin war bis 1986 im Handel, dann wurde es aus dem Verkehr gezogen, weil bei langer und hochdosierter Einnahme schwere Nierenschäden beobachtet wurden.

Der Hauptmetabolit des Phenacetins ist das 4-Hydroxyacetanilid (N-Acetyl-aminophenol) - in Deutschland unter der Bezeichnung Paracetamol im Handel - wird bis heute insbesondere zur Fieberbehandlung bei Kindern verwendet.

1897 synthetisierte der Bayer-Chemiker Felix Hoffmann Acetylsalicylsäure, die zwei Jahre später als antipyretisches Analgetikum in die Klinik eingeführt wurde und somit seit 100 Jahren weltweit eingesetzt wird.

Zu Boots und Ibuprofen

Die britische "Boots Company of Nottingham" suchte um 1955 Alternativen zur Corticoidtherapie bei rheumatischen Erkrankungen (Boots Research Division, Pennyfoot Street, Nottingham).

The Boots Company PLC, England ist ein international erfolgreiches und expandierendes Unternehmen, dessen Grundstein 1877 von dem Apotheker und Drogisten Jesse Boot gelegt wurde. Es wird berichtet, dass Jesse Boot seinerzeit selbst stark unter Rheuma gelitten habe.

Das Forscherteam der Boots Research Division um Dr. Stewart Adams und Dr. John Nicholson entwickelt und prüft mehr als 600 Substanzen auf ihre antiphlogistische Wirkung.

1962 wird Ibuprofen erstmals von den Wissenschaftlern bei Boots synthetisiert. 1966 werden die ersten klinischen Studien abgeschlossen.

Im Juli 1968 erhält Ibuprofen die Zulassung in England, ein Jahr später wird es auch in Deutschland zugelassen. Ibuprofen hat antipyretische, analgetische und antiphlogistische Eigenschaften.

1971 wird der Wirkungsmechanismus von Acetylsalicylsäure - und später auch von Ibuprofen, nämlich die Hemmung der Prostaglandinsynthese, aufgeklärt.

In den 80er Jahren etabliert Ibuprofen sich in den angelsächsischen Ländern auch als Analgetikum und Antipyretikum.

1985 werden die Boots Wissenschaftler mit dem "Queen's Award for Technological Achievement" für ihre Verdienste um die Entwicklung des Ibuprofens ausgezeichnet.

Aufgrund seines günstigen Nebenwirkungsprofils und seines hohen Maßes an Sicherheit wurde Ibuprofen bereits 1983 - wiederum zuerst in Großbritannien - aus der Verschreibungspflicht entlassen. Unter dem Warenzeichen "Nurofen" wird es als das erste verschreibungsfreie Ibuprofen in Großbritannien eingeführt. In Deutschland wird Ibuprofen im Januar 1989 in der 200 mg Dosierung, 1998 dann auch in der 400 mg Dosierung aus der Verschreibungspflicht entlassen.

Ibuprofen in der Kinderheilkunde

In den 80er Jahren werden in mehreren Ländern, darunter USA und Großbritannien, Ibuprofen-haltige Zubereitungen für die Kinderheilkunde eingeführt und etablieren sich dort schnell, insbesondere zur Behandlung von Fieber.

In den meisten Ländern sind auch diese Kinder-Ibuprofen-Darreichungsformen mittlerweile aus der Verschreibungspflicht entlassen.

Ein entsprechender Antrag wird beim heutigen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingereicht. Im April 1999 wird die Zulassung für "Nurofen® Junior Fiebersaft" erteilt, das erste Ibuprofen-haltige Präparat zur Behandlung von Fieber und leichten bis mittelstarken Schmerzen ab 6 Monaten. Es unterliegt zunächst der Verschreibungspflicht.

Ab Juni 1999 steht somit endlich auch in Deutschland ein modernes, mit klinischen Daten gut belegtes und millionenfach in anderen Ländern bewährtes Präparat für die Kinderheilkunde zur Verfügung. Nurofen für Kinder hat keine hepatotoxische Wirkung und zeichnet sich durch eine große therapeutische Breite aus.

Das Nurofen® 200 mg Brausegranulat ergänzt seit Oktober 2000 das Nurofen-Produktportfolio in Deutschland um eine Formulierung für Kinder ab dem Schulalter (6 Jahre).

Im Januar 2001 erhält Nurofen® Junior Fiebersaft in Deutschland den OTC-Status. Seit Dezember 2002 ist Nurofen® Junior Fiebersaft auch in der 150 ml Flasche erhältlich.

Mit Wirkung vom 16. März 2003 ist Nurofen® Junior Fiebersaft als verschreibungspflichtiges Arzneimittel bereits für Säuglinge ab 3 Monaten zugelassen.

Seit 15. Dezember 2003 gibt es mit Nurofen® Junior Fiebersaft wieder ein apothekenpflichtiges Ibuprofen-Präparat für Kinder ab 6 Monaten. Nurofen® Junior Fiebersaft ist außerdem bis zum vollendeten 12. Lebensjahr erstattungsfähig.

Die Nurofen® Fieber- und Schmerzpalette wird seit 1. Juni 2004 um die Nurofen Junior Zäpfchen 125 mg zur rektalen Gabe erweitert. Es handelt sich hier um die ersten Ibuprofen-Zäpfchen für Kinder auf dem deutschen Markt. Nurofen® Junior Zäpfchen 125 mg sind apothekenpflichtig und bis zum vollendeten 12. Lebensjahr erstattungsfähig.

Seit 15.09.2005 können auch Säuglinge ab 3 Monaten von der Wirkung Ibuprofens profitieren: Nurofen® Junior Zäpfchen 60 mg. Sie sind ebenfalls apothekenpflichtig und bis zum vollendeten 12. Lebensjahr erstattungsfähig.

Nurofen® ist heute in mehr als 50 Ländern weltweit erhältlich. In Deutschland ist es die Nr. 1 in der Verordnung bei den Pädiatern (Status: 2002).

Im Rahmen der 1. Internationalen Konferenz zum Einsatz von Ibuprofen in der pädiatrischen Praxis (ICIP) am 2. März 2002 in Prag, diskutierten erstmals Pädiater aus 18 Ländern über pädiatrisches Ibuprofen und regten an, es in die WHO-Liste aufzunehmen.

Seit 15.11.2006 gibt es den beliebten Nurofen Junior Fiebersaft 2% auch als 150ml Pärparat. Dieses ist ebenfalls apothekenpflichtig und bis zum vollendeten 12. Lebensjahr erstattungsfähig.

Für Kinder ab 1 Jahr (>= 10kg) gibt es seit 15.04.2007 den Nurofen Junior Fiebersaft 4%, 100ml. Dieser Fiebersaft ist durch den höheren Ibuprofen-Anteil noch wirksamer gegen Fieber bei Kidnern ab 1 Jahr. Durch den leckeren Erdbeer-Geschmack ist dieses Arzneimittel bei Kindern sehr beliebt. Auch dieses Produkt ist apothekenpflichtig und bis zum vollendeten 12. Lebensjahr erstattungsfähig.

Fast zeitgleich wurden 2007 die Nurofen Junior Schmelztabletten Lemon 200mg eingeführt. Schmelztabletten für Kinder ab dem 6. Lebensjahr (>=20kg) können ganz ohne Flüssigkeit eingenommen werden und sind deshalb äußerst praktisch auf Reisen, in der Schule oder für unterwegs.

Im Jahr 2007 war Reckitt Benckiser auf dem Schmerzkongress vertreten…

Aufgrund der großen Beliebtheit wurden im September 2008 die Schmelztabletten zusätzlich mit Mint Geschmack eingeführt. Die Schmelztabletten sind apothekenpflichtig und bis zum vollendeten 12. Lebensjahr erstattungsfähig.

Zusätzlich ist seit 2008 der Nurofen Junior Fiebersaft 2% 100ml auch mit Erdbeer-Geschmack erhältlich. Somit gibt es die Nurofen Fiebersäfte seit 2008 nun in zwei Größen (100ml/150ml) sowie zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen Orange und Erdbeere. Es konnte nachweislich gezeigt werden, dass der angenehme Geschmack die Compliance bei Kindern unterstüzt. Zur leichteren und sichereren Dosierung sind den Fiebersäften Dosierspritzen beigelegt.

Um das Produktprotfolio abzurunden wurden 2008 die Nurofen Lysinar 400mg Filmtabletten eingeführt. Diese sind für Kinder ab 12 Jahren (>= 40kg), Jugendliche und Erwachsene erhältlich. Sie enthalten 400mg Ibuprofen sowie den Wirkstoffbeschleuniger Lysinat.

Nurofen ist seit mehreren Jahren Marktführer im Bereich Kinderanalgetika und gilt als die Nr. 1* für Kinder bei Fieber und Schmerzen.

*AC Nielsen Marktanteile Wert, März 2012 - März 2013, Kinderschmerzmittelmarkt Deutschland.

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